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/ Genetik

Autoflowering und Fast-Sorten — warum es keinen dominanten Autoflower gibt.

Mr.GramGram · 05. Juni 2026 · 8 Min. Lesezeit

Die Frage „Gibt es einen dominanten Autoflower?“ kommt häufig auf, und die kurze Antwort lautet nein. Hinter diesem Nein steckt aber eine Logik, die zugleich erklärt, was Fast-Sorten sind und warum sie so unterschiedlich ausfallen.

Warum Autoflowering nicht dominant sein kann.

In der Natur sind dominante Merkmale in der Regel gut funktionierende Überlebensmechanismen, rezessive dagegen häufiger „defekt“. Autoflowering ist ein schlechter Überlebensmechanismus: Im Kern ist es die Unfähigkeit der Pflanze, den Wechsel von Tag und Nacht zu erkennen. Eine Photoperiodenpflanze wartet den Herbst ab und bildet rechtzeitig Samen; ein Autoflower kann im Frühjahr keimen, und die zweite oder dritte Welle reift vor dem Frost nicht mehr aus. Die Natur hat sich abgesichert und das lebensfähigere Photoperioden-Merkmal dominant gemacht.

Was eine Fast-Sorte ist.

Eine Fast-Sorte kombiniert das dominante Photoperioden-Merkmal („A“) mit dem rezessiven Autoflowering-Merkmal („a“). Bei vollständiger Dominanz entsteht gar keine Fast-Sorte: „A“ unterdrückt „a“ vollständig. Findet man dagegen einen Phänotyp mit unvollständiger Dominanz, hat man die verschiedenen Varianten der Fast-Pflanzen.

Phänotypen nach Blüteauslöser.

Phänotyp 1 — lichtempfindlich fast: Er benötigt den Wechsel auf 12/12, doch der Übergang von der Vegetation in die Blüte läuft fast doppelt so schnell. Phänotyp 2 — autoflowering fast mit Photo-Boost: Er geht altersbedingt in die Blüte (4,5–6 Wochen), selbst bei 18–20 Stunden Licht, doch Qualität und Zeitrahmen sind bei 12/12 deutlich besser.

Unterschiede in der Morphologie.

  • Apikale Fast-Form: Die Hauptcola bremst ihr Wachstum und blüht üppig, während sich die Seitenzweige langsamer entwickeln — eine Architektur, die an Autoflower erinnert.
  • Buschige Variante: Die Spitze blüht schnell, die Seitentriebe vegetieren dagegen noch lange; die Spitze reift merklich früher aus.

Die Reifegeschwindigkeit wirkt sich direkt auf die Qualität aus: Schnelle Phänotypen (7–8 Wochen) liefern weniger dichte Blüten und ihre Blätter vergilben früher; normale und lange (9–11 Wochen) geben den Blüten Zeit, sich zu füllen — sie werden dichter und öliger.

Fragen und Antworten.

Gibt es einen dominanten Autoflower?

Praktisch nicht. Autoflowering ist ein rezessives „defektes“ Merkmal und für das Überleben nachteilig, deshalb hat die Natur das Photoperioden-Merkmal dominant gemacht.

Worin unterscheidet sich eine Fast-Sorte vom Autoflower?

Ein Autoflower blüht strikt nach Alter, unabhängig vom Licht. Eine Fast-Sorte entsteht durch unvollständige Dominanz: Sie vereint Photo- und Auto-Merkmale, verhält sich je nach Phänotyp unterschiedlich und liefert oft mehr Ertrag.

Welcher Fast-Phänotyp bringt den besten Ertrag?

In der Regel die mit längerer Reifezeit (9–11 Wochen) — die Blüten haben Zeit, sich zu füllen, und werden dichter.

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